How much can a pigeon carry?

 
Linienscharen gibt künstlerischen Äußerungen aus der Ukraine Raum 
 

In Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine und die einschneidenden und schockierenden Erlebnisse möchten wir ukrainischen Künstler*innen ermöglichen, ihre Arbeiten in Stuttgart einer Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Angestrebt ist es, in Zusammenarbeit mit dem Ifa Stuttgart unter dem Titel “How much can a pigeon carry?” eine Reihe solcher Veranstaltungen zu realisieren.
Für Transfer und Präsentation der jeweiligen Arbeiten werden, abhängig von der künstlerischen Position, verschiedene Formen der Umsetzung entwickelt. Kern des pigeon-post-projects ist das Bestreben, Situationen entstehen zu lassen, die es ukrainischen Künstler*innen ermöglichen, sich zu artikulieren, wahrgenommen zu werden und den Austausch zu suchen.

 

Die erste Künstlerin, deren Arbeit wir im Rahmen des pigeon-post-projects vorstellen möchten, ist die 1992 in Kiew geborene Toma Safarova.
Toma Safarova hat eine Reihe von Postkarten entworfen, welche 24 unterschiedliche Motive von Gebäuden, Städten und Dörfern zeigen. Sie fängt deren jeweiligen Charakter mit seinen besonderen Farben und lokalen Eigenheiten ein und macht zugleich den Verlust derselben durch den russischen Angriffskrieg spürbar.
Jedoch geht es Safarova nicht nur darum, die Zerstörung zu zeigen, sondern auch die Schönheit ihres Landes zu bewahren und mit ihren Postkarten schon jetzt den Blick auf den möglichen Wiederaufbau der Objekte zu lenken.
Die Karten werden in Kooperation mit dem Kunstmuseum Stuttgart und der Buchhandlung Walther König ab 14.05. im Foyer des Kunstmuseums gezeigt und sind dann auch über den regulären Postkartenverkauf dort erhältlich. Der Erlös daraus geht als Spende in die Ukraine. Im Rahmen einer kleinen Eröffnungsfeier am 13.05. um 17 Uhr erläutert die zugeschaltete Künstlerin die Entstehungsgeschichte ihres Projekts.